R.I.P. schreibtagebuch

Ich habe den Blog ja nun schon seit einiger Zeit nicht mehr fortgeführt. Nicht, weil ich nicht mehr schreibe (ich arbeite nach den tollen Ergebnissen in der Plotgruppe Anfang des Jahres immer noch brav meine Szenenplanung zur ultimativen Verbesserung ab, und es mangelt auch sonst nicht an neuen Ideen), sondern weil mich dieses Jahr allerlei aufregende Dinge auf Trab halten. Neue Möglichkeiten, damit verbunden neue Perspektiven und Sichtweisen, eine neue Fremdsprache, Reisen, auch ein, zwei neue Hobbys.

Und zweitens, sagen wir es einfach direkt, weil das hier ein Sch*** Bloganbieter ist :-P

Die letzten drei Mal, als ich doch mal einen Beitrag verfassen wollte, war die Seite nach dem Absenden schlicht und einfach nicht mehr erreichbar, die ganze Mühe für die Katz'. Das tötet.

Also ziehe ich hier erstmal einen Schlußstrich (die Inhalte bleiben bis auf weiteres stehen) und bedanke mich ganz herzlich bei allen, die diesen Blog seit 2007 regelmäßig besucht haben.

Es wird auf jeden Fall einen neuen Blog geben, thematisch etwas breitgefächerter als dieser reine Schreibblog, layouttechnisch (keine Kunst) wohl auch etwas aparter. Er ist schon beim entsprechenden Bloganbieter eingerichtet, wartet aber noch auf "Füllung".
Den Link stelle ich dann zu gegebener Zeit hier rein.

Danke nochmals fürs treue Mitlesen und Kommentieren, man sieht und liest sich! :-)

Liebe Grüße!

Sabine

3 Kommentare 25.5.09 17:31, kommentieren

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Intensiv

war die Arbeit mit der Plotgruppe: acht Teilnehmer, alle zwei Tage wurde die Diskussion zu einem neuen Plot eingeleitet, den man mit Fragen und Vorschlägen zu pulverisieren hatte, daneben die fieberhafte Arbeit am eigenen Plot, bis man selbst dran war... da sind Tage und Nächte am PC verstrichen, das Familienleben fiel fast auseinander, gleichzeitig waren auch noch mein Mann und mein Sohn grippekrank, was es auch nicht einfach machte, alles auf die Reihe zu kriegen.

Aber der Lohn, der Lohn: In wenigen Tagen entstanden Ergebnisse, für die sonst Wochen oder Monate nötig sind. Zwischendurch verzweifelte ich fast und dachte, nein, es geht nicht, mir bricht die ganze Geschichte weg- und dann war er plötzlich da, der geänderte Plot, stimmig und übersichtlich. Immer noch die Geschichte, die ich erzählen wollte, aber ich habe endlich erfahren, an welchen Überflüssigkeiten der Plot krankte, und habe schwer abgespeckt. Übrigens auch in echt: weil ich ein paar Mal vergessen habe zu essen, sind als angenehmer Nebeneffekt auch die zwei bis drei Feiertagskilos schon wieder Geschichte.

Nur ein einziges größeres Plotproblem ist übrig: eine Prämisse in der Hintergrundgeschichte wurde geändert, und das muss ich jetzt plausibel erklären und weiß noch nicht wie. Aber ich bin zuversichtlich, dass mir auch da was einfallen wird.

Am 9. Februar beginnt dann Teil zwei der Gruppenarbeit: die Szenenplanung. Danach ist alles geprüft und gegengeprüft und ich kann mich an die Änderungen im Text machen. Und dann? Dann kann ich guten Gewissens meine Bewerbungen schreiben, weil ich endlich zu 100% von dem Plot überzeugt bin, was vorher nicht der Fall war.

1 Kommentar 23.1.09 18:54, kommentieren

Angefangen

Die gegenseitigen Pflichtbesuche sind zum Großteil abgehakt, der Weihnachtsbaum ist abgeschmückt und wartet darauf, kachelofengerecht zersägt zu werden.

Der Übergang ins Jahr 2009 ging relativ unauffällig und ruhig vonstatten - es ist eben irgendwann nur noch eine Jahreszahl unter vielen.

In zwei Tagen beginnt die Plotgruppe im Forum, und bis dahin habe ich mir noch einiges vorgenommen - ich will auch gar nicht lange herumreden, sondern fange lieber an.

Allen einen guten und reibungslosen Start ins neue Jahr!

 

1 Kommentar 7.1.09 11:19, kommentieren

Morgen, Kinder...

...ist es dann mal wieder soweit.

Klar, dass mit Kind das ganze Programm abgespult wird inklusive Tannenbaum, Plätzchen, Lichterkette und Geschenken.

Wenn sich mein Sohn später mit einem wohligen Gefühl an Weihnachten als ein Gemisch aus Plätzchenduft, Kachelofenwärme, tollem Essen, Bienenwachskerzen, Gelächter und altmodischer Geborgenheit erinnert, dann habe ich was richtig gemacht.

Und ja- ich freue mich selbst auch darauf. Ich gebe zu, dass ich all das selber schön finde und von Herzen gerne mitmache, seit der Kleine da ist. Anscheinend habe ich da Kompensationsbedarf, denn Weihnachtsbaum und Geschenke gab's bei uns früher zwar auch, mit der Geborgenheit war's allerdings nicht ganz so weit her. Unter anderem mussten sich meine Eltern jedes Jahr aufs Neue über die Sinnlosigkeit und Spießigkeit des ganzen Weihnachtszirkus auslassen. Es gibt wohl wirklich Situationen, wo Coolness und Zynismus fehl am Platz sind.

Im Unterschied zu vielen anderen werden wir den morgigen Abend dann mit der Wahlfamilie verbringen - sprich mit Freunden, die Ausnahme ist mein Bruder, der ja sowieso unter beste Freunde verbucht ist. Dadurch ist gewährleistet, dass es auch wirklich ein entspannter, lustiger Abend wird, an dem wir auch nicht noch groß durch die Gegend fahren müssen. Die Großeltern, Tanten und Onkels besuchen wir dann stressfrei zu einem Zeitpunkt, der nicht von der Tradition diktiert wird, sondern allen gut passt. Als dreiköpfige "Keimzelle der Gesellschaft", die wir mit Junior nunmal jetzt sind, nehmen wir uns einfach mal das Recht heraus, unser eigenes Weihnachtsfest auszurichten.

In diesem Sinne: Mögt ihr den morgigen Tag auf die Art und Weise und mit den Leuten verbringen, die euch am Angenehmsten sind.

1 Kommentar 23.12.08 20:00, kommentieren

Danke, Frau Christ. Kind

Vor wenigen Tagen sah es noch nach weißer Weihnacht aus, jetzt kommt Heiligabend wohl eher in Grünbraun daher.

Weiß wird nur die Küche sein nach der heute geplanten Plätzchenbackaktion mit dem Junior. Danach noch munter aufräumen, putzen und dekorieren, und das Christkind kann kommen.

Streng genommen war es ja heute schon da und hat den 37 Zoll- LCD-Fernseher für Mama und Papa gebracht. Brav so

Nach einigen Tagen Adventspause lief die Überarbeitung gestern wieder ganz gut.

Wenn es hakt, sich Unlust einstellt, liegt es oft daran, dass eine Textstelle mich sehr viel Arbeit gekostet hat und dann doch nicht passt.

Ich weiß dann selbst, das müsste gelöscht werden, aber ich zögere und versuche erstmal darüber hinweg zu sehen. Funktioniert nicht. Die überflüssige Stelle wirkt sich aus wie ein Steinchen im Schuh, das sich so lange unangenehm bemerkbar macht, bis es wirklich anfängt zu schmerzen, man immer langsamer wird und schließlich anhalten muss. Dann hilft nur noch, den Kiesel zu entfernen, bevor man weitergeht, alles andere wäre Quatsch.

Gestern also fiel endlich ein großer Absatz sprachlich ausgefeilten Ballasts der Löschtaste zum Opfer. Schön geschriebene, angenehm zu lesende, aber für die Handlung ziemlich belanglose Gedankengänge des Perspektivträgers. Das, was davon an Information unbedingt rüberkommen m u s s t e, habe ich in einem einzigen Satz szenisch dargestellt. Und danach, o Wunder, ging es wieder zügig weiter. Gerne würde ich heute auch noch auf dieser Welle reiten, mal sehen was daraus wird.

In der Weihnachtsbäckerei unterstützt uns nachher noch die freiwillige Patentante meines Sohnes, was dann bestimmt wieder übelst in stundenlange Kaffeetrinkerei und albernes Getratsche ausarten wird.
Außerdem sollte mein liebster Soundmensch vor seinem Konzert am 26.12. noch zwei fertige Liedtexte von mir bekommen, ich sehe ihn morgen und da sollten die Songs schon fertig sein. Mal sehen, ob ich da noch was am Romantext schaffe. Lust hätte ich schon.

1 Kommentar 22.12.08 13:42, kommentieren

In anderen Autorenblogs...

... zu stochern, sich von Link_zu Link_zu Link zu hangeln - das tut manchmal gut. Weil man gelegentlich auf Einträge stößt, die zeigen, dass man mit seinen (Selbst)zweifeln nicht alleine ist.

Typisch: Kaum habe ich mich wieder so richtig in den Roman eingearbeitet, fange ich an zu kritteln und zu vergleichen, und zwar auf höchst unproduktive und unkonstruktive Weise.

Sätze wie "Das muss noch eine ganze Ecke besser werden, wenn ich das jemals veröffentlichen will", "Hm...ist das nicht zu sehr an den Haaren herbeigezogen?" und (der Allrounder unter den Vernichtungssätzen) "Wer will das lesen?" erobern das Denken - und besiegen schließlich den Enthusiasmus, mit dem alles begann.

Das führt wiederum zum nächsten Akt der Selbstsabotage: "Beim ersten Anzeichen von Schwierigkeiten verzweifeln - wie unprofessionell! So wird das nie was mit der Schriftstellerei."

Bumm. Das lähmt.

Heute hätte ich zwischen halb drei und fünf prima Zeit zum Schreiben gehabt, weil eine Nachbarin die Fahrerei mit den Kindern übernehmen konnte.

Und was war? Zweieinhalb Stunden rat- und lustloses Textstochern, Tagträumen, Forenschmökern, dazwischen Spülmaschineausräumen, Namensrecherche für eine weibliche Figur mit "Platzhalternamen" und sinnfreies Googeln nach Bildern von gut gebauten Schauspielern in blauen Badehosen.

Okay! Erwischt.

Irgendwie habe ich es ja doch noch geschafft, die Nicht-Arbeit am Roman in kreative Energie zu verwandeln, und heraus kam ein Kurzgeschichtenplot- über die Muse Thalia, die einen Schauspieler zuerst beflügelt, auf dem Höhepunkt seines Erfolgs von ihm fallen gelassen wird und dadurch zu ganz eigenen Erkenntnissen über Inspiration und Liebe gelangt, während er die Lektion auf seine Weise lernen muss.

Ich finde die Geschichte hinreißend, aber mit der Überarbeitung des Romans bin ich natürlich kein Stück weiter.

Daheim lenkt irgendwie alles ab und die Decke hängt zur Zeit auch bedrohlich niedrig über meinem Haupt.

Neulich kam ich mit so einer guten, alten Notizbuch-im-Café-Sitzung sehr gut weiter. Es war die pure Herrlichkeit! Vielleicht wäre das mal wieder was.

3 Kommentare 16.12.08 22:53, kommentieren

Lesefutter

Der Göttergatte gehört eigentlich normalerweise nicht zu meinen Roman-Testlesern, ihm setze ich eher mal Kurzgeschichten oder spontane Schreibergüsse vor, etwa für Wettbewerbe.

Doch vorgestern Abend schlich er lesehungrig durchs Haus und scannte unsere Bücherregale nach Stoff ab. Was er da an ungelesenen Romanen vorfand, las er kurz an, doch nichts wollte so recht schmecken. Meist beklagte er, dass der Anfang ihm zu fade war.

Jetzt hat er zwar doch noch etwas nach seinem Geschmack auftreiben können, aber mich reizt es nun, ihm heute Abend das erste, überarbeitete Häppchen meines Manuskripts zu servieren- einfach mal, um zu sehen, ob es in der Lage wäre, dem Wählerischen Hunger auf mehr zu machen.

1 Kommentar 13.12.08 13:32, kommentieren

Brainstorming live

Gestern und heute habe ich nicht weiter gemacht. Erstens wollen auch Rechnungen bezahlt werden, und als der Nachwuchs gestern Nachmittag, als ich hätte schreiben können, einige Stunden raus in den Schnee wollte, musste mir der Job als Aufsichts- und Bezugsperson ebenfalls wichtiger sein. Und draußen Schnee schippen musste ich eh.

Jetzt ist es zwar schon spät, jedoch wollte ich wenigstens noch das Grundgerüst von Romanteil 1 fertig überarbeiten.

An einer Stelle klemmt es gerade. Vielleicht hilft's, darüber zu schreiben?

Es ist, wie wenn man vor dem Kochtopf steht, rührt und abschmeckt und probiert und man weiß genau, da fehlt noch irgend ein Gewürz, irgendwas... Pfeffer? Zu scharf. Kurkuma? Zu gelb. Okay, dann vielleicht nichts Neues, sondern... noch mehr Salz?

Ich plansche also grad so in der Plotsauce herum und frage mich: Kann ich da vielleicht noch ein wenig mehr Antagonist reintun, oder ist das schon zu viel des Guten? Denn so, wie es ist, ist es mir zu fad.

Hm, ich könnte auch einfach das Beziehungsgefüge ein wenig verschieben. Nur ein Bösewicht-Lager statt zwei. Amanda und Alexander als Laufburschen, Julian Mittelsmann, und mein Big Bad zieht im Hintergrund die Fäden--- aber die, auf die es ankommt (in dem Fall die Guten sowie die Leser), kriegen das- anders als bisher- nicht von Anfang an mit, sondern an einer Stelle, wo's wehtut.

Ja, das ist gut, so machen wir's.

Danke fürs Zuhören

 

1 Kommentar 11.12.08 23:37, kommentieren

Unter der Taucherglocke, oder: Immer munter rauf und runter

Pling- Zwei Einträge, und die Besucherzahlen schnellen in die Höhe. Wie das die Leser bloß immer spitzkriegen? Ich habe doch gar nicht so viele Abonnenten *grübel*

Na, das motiviert doch.

Seit zwei Tagen bin ich jetzt also dabei, das Grundgerüst meines Romans noch einmal nachträglich aufzustellen, damit die anderen Teilnehmer der Plotgruppe ab dem 8.1. kräftig daran rütteln können, auf dass alles herabfalle, was später nicht zum fertigen Gebäude gehören soll.

Man findet immer etwas, es ist unglaublich. Zum Beispiel fiel mir jetzt auf, dass mein Leiter der Nachtschicht natürlich die ganze Nacht auf dem Polizeirevier hockt, soweit nichts Ungewöhnliches- aber dann sieht man ihn im nächsten Kapitel morgens um neun frisch und frei am Schreibtisch sitzen. Ohne Begründung, wohlgemerkt- als Leserin würde mir das sofort sauer aufstoßen, als Verfasserin lese ich zehnmal drüber, bis ich merke, dass da was nicht stimmt. Versteh' das mal einer.

Rahmenparameter geändert, alles wieder glaubhaft soweit.

Es war ja ein hartes Brot, überhaupt reinzukommen in die Überarbeitung - Dienstagnachmittage haben's bei uns in sich.

Vormittags hatte ich anderweitig zu arbeiten.

Um halb eins daheim zu Mittag essen, dann schnell aufräumen, um 14.00 konnte ich also endlich anfangen zu überarbeiten.

Jedoch: um 14.30 wurde es langsam schon Zeit, den Junior zur Musikstunde zu fahren (Beginn 14.45).

15:00 Uhr: Wieder daheim. Schreiben. Wo war ich nochmal?!

15.30: Shit. Junior & kleine Freundin auf 15.45 schnell aus der Musik abholen, auf 16.00 Uhr ins Turnen fahren.

16.20: Wieder zuhause. Mich schnell wieder in die Tiefen der Geschichte abseilen.

Schade, dass ich um 16.45 wieder los musste, um die Kinder vom Turnen abzuholen

17.20 zu Hause. 17.30 wurde langsam schon nach dem Abendessen geschrien.

Also gut. Dann eben wieder kochen, essen, aufräumen.

18.50: Sandmännchen. Die erste ernstzunehmende Parkmöglichkeit des Tages, die nicht mit langen Autofahrten verbunden war.

Eine Stunde hochkonzentrierte Überarbeitung, bis gerade eben- es geht doch! Nein, Sandmännchen dauert keine anderthalb Stunden, ich weiß. Mir doch egal :-)

Das kann gerne noch den ganzen Abend so weitergehen. Nicht die Fernseherei natürlich, ich meine die Ruhe. Jetzt sorge ich erst einmal für gute Rahmenbedingungen.

Junior: baden, Buch anschauen, schlafen gehen.

Papa: fernsehen, Klappe halten.

 

Mama schreibt.

4 Kommentare 9.12.08 20:05, kommentieren

Ich geb den Hinweis mal weiter

Im Blog von Christa S. Lotz entdeckt:

Autorenwettbewerb- Gong & Piper suchen neuen Krimi-Starautor 

Dem Gewinner des Wettbewerbs winkt ein Buchvertrag mit dem renommierten Piper Verlag und ein Garantiehonorar von 10 000 Euro.

Einsendeschluss ist der 31.März 2009. 

 

 

 

1 Kommentar 7.12.08 23:06, kommentieren